Einsatz fürs Allgemeinwohl gewürdigt

Auszeichnung – Landrat Dietrich Kübler überreicht Landesehrenbriefe an sechs Odenwälder Bürger

Verdiente Bürger haben Landrat Dietrich Kübler (Dritter von rechts) und Kreistagsvorsitzender Rüdiger Holschuh (Fünfter von rechts) im Erbacher Landratsamt ausgezeichnet.
Ehrenbriefe für ihr jahrelanges Engagement erhielten (von links) Timo Tischler, Friedel Schneeberger, Heinz Rebscher, Michael Becker, Kai Heck und Bernd Walther. Foto: Ernst Schmerker

Nicht für kurzfristige Aktivitäten ist der Ehrenbrief des Landes Hessen geschaffen worden, sondern um Menschen auszuzeichnen, die sich über viele Jahre dem Gemeinwohl verschrieben und dem Nächsten oder der Allgemeinheit uneigennützig gedient haben.

So hatten sich am Montag wiederum sechs Bürger im alten Sitzungssaal des Landratsamtes in Erbach eingefunden, um im Rahmen einer schlichten Feierstunde den Ehrenbrief des Landes Hessen von Landrat Dietrich Kübler und dem Kreistagsvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Rüdiger Holschuh entgegen zu nehmen. Dazu gehören Michael Helmut Becker (Ober-Mossau), Kai Oliver Heck (Ober-Mossau), Heinz Rebscher (Erlenbach), Friedel Schneeberger (Unter-Mossau), Timo Tischler (Erbach) und Bernd Walther (Unter-Mossau). Sie alle begrüßte der Verwaltungschef ebenso herzlich wie die erschienenen Familienangehörigen, persönliche Freunde, Weggefährten und Vereinsvertreter.

Kübler: Längst keine Selbstverständlichkeit

In seiner Würdigung sprach Dietrich Kübler den symbolischen Dank der Gesellschaft für ein im ursprünglichen Sinn ehrenvolles und freiwilliges öffentliches Amt an, das nicht auf Entgelt ausgerichtet sei. Hierfür würden heute die Begriffe „Freiwilligenarbeit“ oder „Bürgerschaftliches Engagement“ verwendet. Ehrenamtliche Tätigkeit sei längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Eigene Interessen stünden in der schnelllebigen Zeit, in der viele nur an den persönlichen Nutzen und Vorteil dächten, oft im Vordergrund.

Kreistagsvorsitzender Rüdiger Holschuh zeigte an Beispielen auf, was Ehrenamt in der Praxis bedeutet. Ob im Sport, bei der Hege eines Wildbestandes oder im Bemühen. Geschichte lebendig werden zu lassen. Jedoch seien oft Prügel statt Lob der Lohn.

Mit einem individuell gehaltenen Dankeswort überreichte der Verwaltungschef gemeinsam mit dem Parlamentsvorsteher die Ehrenurkunden und Anstecknadeln.

Heinz Rebscher begann seine Ehrenamtstätigkeit als Rechner (1967 bis 1980) der Fußballabteilung des VfL Michelstadt. Von 1980 bis 2014 gehörte er dem Vorstand des Interessengemeinschaft Odenwald an, deren Kassengeschäfte ihm von 1980 bis 2003 oblagen. Seine berufliche Erfahrung als Verkehrsamtsleiter der Stadt Michelstadt waren Rebscher als Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Odenwaldkreis (1991 bis 1996) hilfreich.

 

Heinz Rebscher mit großem Betätigungsfeld

Auch dem Förderkreis Historisches Michelstadt diente das Gründungsmitglied von 1976 bis 1988. Mit dem Umzug nach Erlenbach begannen die kommunalpolitischen Aktivitäten in verschiedenen Kreisstadtgremien. Seit 2006 gehört der Stadtverordnete dem Ausschuss Stadtentwicklung, Tourismus, Märkte und Kultur an. Im Kuratorium des Deutschen Elfenbeinmuseums hat er eine Stimme, ebenfalls im Verwaltungsrat der Wasserversorgung Erbach. Dem Ortsbeirat gehört er seit 2011 an. Als Kreistagsabgeordneter seit 2006 bringt er seine Kenntnisse im Ausschuss für Bauen, Regionalentwicklung und Verkehr, der Betriebskommission des Eigenbetriebes Bau- und Immobilienmanagement und in der Seniorenkommission ein.

Michael Becker hat sich in Bereichen des heimatlichen Sportvereins Verdienste erworben. Er war von 1994 bis 2010 Zeugwart, in gleicher Funktion nach dem Zusammenschluss des SV 1954 Mossau und der SV 1967 Hiltersklingen zur SG Mossautal in diesem Verein. Außerdem trainierte er von 2008 bis 2013 die Reservemannschaft. Auch bei Kai Heck waren es Aufgaben im Heimatsport, um die sich der Verwaltungsfachmann kümmerte. Von 2000 bis 2002 war er Vorstandsbeisitzer, dann von 2002 bis 2010 Schriftführer und Pressewart beim SV Mossau. Zusätzlich führte er von 2006 bis 2010 das Protokollbuch des SV Hiltersklingen. Dieser Pflicht kommt er seit 2010 in der SG Mossautal nach, wo er auch Mitglied des Finanzausschusses ist.

Friedel Schneeberger ist ebenfalls ein Mann des Sports. Er wirkte von 1992 bis 2002 als Beisitzer beim SV Mossau, den er von 2002 bis 2010 auch leitete. Nach dem Zusammenschluss mit dem SV Hiltersklingen ist er seit 2010 stellvertretender Vorsitzender der SG Mossautal. In dieser Eigenschaft ist er Mitglied des Finanzausschusses und zuständig für alle Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen von drei Sportstätten.

Auch Timo Tischler hat sich in Sachen Sport engagiert. Beim SV Hiltersklingen war er Schriftführer (1996 bis 2006) und anschließend bis 2010 stellvertretender Vorsitzender. In der 2010 gegründeten SG Mossautal zählte seine Stimme von 2010 bis 2012 als Vorstandsbeisitzer. Seit 2001 ist er für den Internetauftritt des Vereins zuständig. Bernd Walther war von 1994 bis zum Jahr 2006 Schatzmeister des Vereins der Jäger im Odenwald. Seit 2007 ist er Vorsitzender und Sachkundiger für Rehwild der Hegegemeinschaft Mossautal.